Menu

Aktuelles:

Veranstaltungen

Dagna Fleckenstein

 

Zum Tod unseres Vorstands-Mitgliedes Dagna Fleckenstein:

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.“ Unbekannter Verfasser

Wenn ein Satz auf einen Menschen zutrifft, dann auf unser verstorbenes Mitglied Dagna Fleckenstein. Da sie jedem mit einem Lächeln begegnete, zauberte sie auch in das Gesicht ihres Gegenübers ein Lächeln.

Es gab wohl niemanden, der Dagna nicht mochte. Sie war einer jener begnadeten Menschen, die ein Gespür für andere haben und ihnen aufgeschlossen und wohlwollend begegnen. „She was a lady“, würden unsere schottischen Freunde sicher sagen.

Trotz ihrer vielen Talente drängte sie sich nie in den Vordergrund. Ihre Sprachbegabung, ihre Kreativität, ihre hausfraulichen Qualitäten, ihr Sinn für alles Schöne mussten einfach Bewunderung hervorrufen.

Zur Sprachbegabung: In Kroatien geboren und aufgewachsen hat sie das Deutsche so fließend und akzentfrei sprechen gelernt, dass niemand sie als Ausländerin erkannt hätte. Das Gleiche galt auch für Englisch. Als junge Frau war sie längere Zeit als „Au Pair“ bei einer Glasgower Familie um die Sprache zu lernen. Typisch für Dagna hat sie den Kontakt zu dieser Familie nie verloren. Eine lebenslange Freundschaft verband sie mit ihren „Glaswegians“. Naturgemäß war sie an allem Schottischen sehr interessiert. Dagna war in der Vorstandschaft die Expertin für schottische Kultur und Kunst.

Zu ihrer Kreativität und dem Sinn für das Schöne: So geschmackvoll und gemütlich wie sie ihr Heim gestaltet hatte, wollte sie es bei den Vereinsfesten auch für die Mitglieder haben. Sie besorgte zum Beispiel die blauen Tischdecken und kam auf die Idee mit den gekreuzten weißen Bändern darüber, wie beim schottischen Andreaskreuz. Sie bastelte aus Schaschlickstäbchen, blauem und weißem Papier all die Fähnchen für die Tische. Wann immer ein Problem auftauchte, Dagna hatte einen Lösungsvorschlag.

Zu ihren hausfraulichen Qualitäten: Dagna war eine begnadete Köchin. Wer erinnert sich im Verein nicht an ihre köstliche mediterrane Vorspeisenplatte, oder an die leckeren Kuchen und Desserts, die sie für unser bekanntes Nachtischbuffet ablieferte? Das war sie: Zupacken und helfen – ohne Murren oder Ausreden.

Auch als die schreckliche Krankheit schon zugeschlagen hatte kam nie ein Wort des Jammerns über ihre Lippen. Sie hat die Hoffnung nie aufgegeben, war immer optimistisch. Trotz der schrecklichen Schmerzen hat sie versucht, an unseren Vorstandssitzungen und allen Vereinsveranstaltungen teilzunehmen. Selbst aus der Schmerzklinik kurz vor ihrem Tod hat sie in einer E-Mail die Hoffnung ausgedrückt, beim Besuch der Brass Band helfen zu können. Es hat nicht mehr sollen sein…

Wir trauern um einen wunderbaren Menschen. Und doch, wenn wir an sie denken, zieht ein Lächeln über unsere Züge, wenn auch ein sehr wehmütiges.